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Wagniskapital in IT-Start-ups legen leicht zu

10.03.2014 - In Start-ups aus der IT- und Internetbranche wurden 2013 insgesamt 254,8 Millionen Euro Venture Capital investiert. Das ist ein Anstieg um rund 15 Millionen Euro und damit 6 Prozent mehr gegenüber 2012, wie der Hightech-Verband BITKOM und der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) mitteilen.

Rund die Hälfte der Summe fließt nach Berlin

Berlin konnte seinen Ruf als Venture Capital Hauptstadt weiter ausbauen. Mit 136,2 Millionen Euro floss erneut mehr als die Hälfte des ausgezahlten Wagniskapitals an Start-ups aus der Hauptstadt. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg um 10 Prozent bzw. fast 13 Millionen Euro. "Es ist erfreulich, dass 2013 wieder mehr Risikokapital in die deutsche Start-up-Szene geflossen ist, von einem Finanzierungs-Boom kann man allerdings nicht sprechen", sagt BITKOM-Vizepräsident Ulrich Dietz.

Deutschen Start-ups fehlt internationales Geld

In anderen Ländern wie den USA oder Israel stehe ein Vielfaches an Venture Capital für Gründer zur Verfügung. Deutschland müsse aufpassen, nicht den Anschluss zu verlieren. "Schwierig ist nach wie vor auch die Wachstumsfinanzierung. Um schneller zu expandieren und stärker zu wachsen, sind deutlich größere Finanzierungsrunden notwendig. Ein Grund dafür ist sicher auch, dass kein großer US-Investor ein Büro in Deutschland hat. Deutsche Start-ups sind immer noch zu wenig auf dem internationalen Radar der Geldgeber", so Dietz.

Da geht noch etwas

Für eine florierende Gründerszene und einen Innovationsstandort sei Venture Capital unverzichtbar. "Deutschland ist auf einem guten Weg, hat aber noch Potential", sagt BVK-Geschäftsführerin Ulrike Hinrichs. "Es freut uns, dass im Koalitionsvertrag Verbesserungen bei den Rahmenbedingungen für Venture Capital angekündigt wurden. Das Umfeld muss attraktiver werden. Zum Beispiel brauchen internationale und deutsche Investoren steuerliche Anreize, damit diese in deutsche Fonds investieren. Wenn die Politik eine Gründerrepublik Deutschland möchte, reicht es nicht, nur davon zu sprechen."

Insgesamt wurden 262 junge IT-Unternehmen mit Venture Capital finanziert, sieben weniger als im Vorjahr. Der Löwenanteil der Mittel entfiel auf Start-ups aus den Bereichen Internet und Software, an Hardware-Start-ups gingen insgesamt nur 17,4 Millionen Euro. Erfasst werden dabei die tatsächlich geflossenen Mittel von Investoren an Unternehmen, nicht die Finanzierungszusagen.