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Warteschleifen: Nach der Übergangsphase drohen Bußgelder

22.05.2013 - Im Rahmen der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes wurde 2012 beschlossen, dass Warteschleifen zukünftig weitgehend kostenfrei sein müssen. Zum 1. Juni 2013 läuft die Übergangsphase aus - Warteschleifen müssen dann zu jedem Zeitpunkt der Verbindung kostenfrei sein.

Übergangsphase endet am 1. Juni

In der ersten Phase der Neuregelung mussten nur maximal die ersten 120 Sekunden der Zeit in der Warteschleife kostenfrei sein. Diese Übergangsphase endet zum 1. Juni; ab diesem Zeitpunkt müssen die Warteschleifen kostenfrei sein. Die Missachtung der gesetzlichen Vorgaben kann die Callcenter-Betreiber dann teuer zu stehen kommen: Neben dem Verlust des Verbindungsentgeltes drohen Bußgelder von bis zu 100.000 Euro.

Unternehmen riskieren Bußgelder

Viele Unternehmen haben in den vergangenen Monaten die Weichen für die Realisierung der zweiten Phase gestellt. Allerdings ist festzustellen, dass noch nicht alle Unternehmen die erforderlichen Umstellungen vollzogen haben. Teils ist den Anbietern von Rufnummern der Handlungsbedarf nicht bewusst. Gerade im Fall von kurzen Weiterleitungen wird fälschlicherweise davon ausgegangen, dass sie zulässig seien. Vor diesem Hintergrund müssen die Unternehmen entscheiden, ob die aktuelle Rufnummer - gegebenenfalls unter Nutzung zusätzlicher technischer Applikationen - beibehalten werden kann oder ob ein Wechsel sinnvoller ist.

Die Dienstleistung zählt

"Die gesetzlichen Regelungen beseitigen fraglos ein Ärgernis des Verbrauchers, zumindest auf Kostenseite“, sagt Rechtsanwalt Alexander Ditscheid von der mr. next id GmbH. Ob die Umsetzung der Warteschleife in der jetzigen Fassung jedoch zu einer Verbesserung der Servicequalität führen wird, werden die nächsten Monate zeigen. "Unabhängig von den gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben kommt es doch letztlich darauf an, dass der Anbieter einer kostenpflichtigen Rufnummer die Anliegen seines Teilnehmers ernst nimmt und eine adäquate Dienstleistung erbringt", so Ditscheid.

redaktionell verantwortlich: mittelstanddirekt