Fusion aller drei Häuser ist vom Tisch

Die Volksbanken Franken und Mosbach prüfen weiter Zusammenschluss / Kooperation mit Institut im Main-Tauber-Kreis wird intensiviert

Die Vorstandsgremien der Volksbanken Franken, Main-Tauber und Mosbach haben intensive Gespräche geführt und eine mögliche Fusion beleuchtet. Gestern wurden erste Ergebnisse bekannt.

Buchen. Demnach wird nun primär ein Zusammenschluss der beiden Genossenschaftsbanken im Neckar-Odenwald-Kreis, der Volksbank Franken und der Volksbank Mosbach, geprüft und gleichzeitig die Kooperation mit der Volksbank Main-Tauber zu Zukunftsthemen weitergeführt, so die drei Banken in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Die Vorstandsgremien der Banken hätten "weiterhin eine von einer gemeinsamen genossenschaftlichen Bankenkultur geprägte und gestärkte Region Neckar-Odenwald-Main-Tauber als Zielbild."

Zukunftsfähigkeit sichern

Wie bereits im April berichtet, haben sich die Vorstandsgremien der Volksbanken Franken, Main-Tauber und Mosbach in Abstimmung mit ihren Aufsichtsratsgremien zu intensiven Gesprächen getroffen. Diese dienten laut Pressemitteilung dazu, die Möglichkeiten auszuloten, wie man den Herausforderungen zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit sowie der notwendigen Ertragssicherung und Kosteneffizienz im aktuell schwierigen wirtschaftlichen Umfeld begegnen könnte.

Die Gespräche seien ergebnisoffen geführt worden, mit der grundsätzlichen Zielsetzung der Intensivierung der bereits bestehenden Kooperationen. Ein Zusammenschluss aller drei Institute als mögliche Lösung sei ebenfalls vorstellbar gewesen. Hierüber wurde in den Vertreterversammlungen der Häuser jeweils informiert. "Die Vorstandsmitglieder der Volksbanken Franken, Main-Tauber und Mosbach haben die Ausgangssituation auf Basis von Prognose- und Simulationsrechnungen umfassend analysiert und die Ergebnisse mit ihren Aufsichtsratsgremien erörtert", heißt es weiter.

Entscheidungen getroffen

Die Ergebnisse dieser Gespräche seien die Basis für die getroffenen Entscheidungen zur weiteren Vorgehensweise gewesen. So seien die Gemeinsamkeiten in der Struktur des Wirtschaftsraums, in dem man aktiv ist, der genossenschaftliche Grundgedanke, die internen Strukturen und die gelebten Kundenbeziehungen eine ausgezeichnete Basis für gemeinsame Aktivitäten und eine intensive Zusammenarbeit. Keines der Häuser stehe unter wirtschaftlichem Druck, fusionieren zu müssen, um kurz- und mittelfristig die eigenständige Zukunftsfähigkeit zu sichern und durch einen Zusammenschluss aller drei Häuser könnten in der Zukunft erhebliche Synergieeffekte erzielt werden.

Ein möglicher Zusammenschluss der drei Banken sei umfassend geprüft und auch die Auswirkungen auf alle Ebenen der beteiligten Banken beleuchtet worden. Unter Abwägung der Chancen und Risiken und unter Berücksichtigung der Vorstellungen der einzelnen Häuser für den Zusammenschluss der drei selbstständigen Genossenschaftsbanken seien die Gremien der jeweiligen Institute zu der Erkenntnis gelangt, dass die größten Synergieeffekte aufgrund der Organisationsstrukturen und den anstehendenden Personalveränderungen durch einen Zusammenschluss der beiden Genossenschaftsbanken, Volksbank Franken und Volksbank Mosbach, erreicht werden könnten. Darüber hinaus biete eine Zweierlösung größere Chancen die individuellen Stärken dieser beiden Volksbanken im Neckar-Odenwald-Kreis zu vereinen.

© Fränkische Nachrichten, Samstag, 09.07.2016